Vol. X

Der Titel „Vol.X“ umfasst Veranstaltungen rund um das Thema Schallplatte. Dabei werden physische, ästhetische, kulturelle und soziologische Aspekte des „schwarzen Goldes“ beleuchtet. An wechselnden Orten finden Ausstellungen, Performances und Vorträge statt. Das Logo mit fortlaufender Nummer chronologisiert alle Einladungen, Flyer, Plakate, etc. dieser Reihe. Ausgehend von der Galerie Oberwelt e.V. (Stuttgart) startete die Reihe am 16. März 2013 mit Roman Tönjes „Rillenrauschen“ (www.oberwelt.de).

Vol. X

 


Rillenrauschen – Roman Tönjes

Einladungskarte Rillenrauschen

Einladungskarte Rillenrauschen, Video Still aus „To The Beat“, Roman Tönjes

Die Oberwelt im Zeichen der Schallplatte: Roman Tönjes zeigt eine Auswahl seiner genre-übergreifenden künstlerischen Arbeiten und eine experimentelle Sound-Performance mit vier Plattenspielern. Der junge Düsseldorfer Künstler und Plattensammler befasst sich u.a. mit dem immer seltener werdenden Ort des physischen Plattenladens und begann bereits vor Jahren, Deutschlands Plattenläden in Panoramafotografien festzuhalten. Ein Einblick in die bereits über 60-teilige Fotoserie wird in der Oberwelt zu sehen sein, neben einer Auswahl von Videoarbeiten, welche thematisch mit der Schallplatte und der Musik im Allgemeinen in Verbindung stehen.

Volume 2

Eröffnung Samstag, 16. März 2013 mit Performance während der Museumsnacht
Galerie Oberwelt e.V. Ausstellung bis 5. April
Kuration: Marc Olbrich

Der Plattenladen als soziokultureller Raum – Peter Incze

Ein Verkaufsgeschäft sollte eigentlich klar als Konsumraum zu identifizieren sein. Beim Plattenladen verhält sich die Sache jedoch aus kultursoziologischer Sicht durchaus komplexer: Konsumraum, Erlebnisraum, Szenetreff, Mini-Club, der Plattenladen bietet viele Anknüpfungspunkte für einen Blick auf lokale kulturelle Praktiken, von der Entstehung spezifischer lokaler Szenen bis zu globalen Trends, wie beispielsweise bei den Genres House und Techno.

An diesem Abend beschäftigten wir uns also mit der Rolle des Plattenladens als sozialem Raum und werden exemplarisch Entwicklungen in den DJ-Kulturen von Jamaica (Kingston) über U.S.A. (Chicago, New York), England (London) und Deutschland (Berlin und Frankfurt) nachzeichnen. Damit soll die weithin im Verschwinden begriffene Rolle des Plattenladens für DJ- bzw. Dance-Szene beleuchtet werden.

Mit einem musikalisch umrahmten Vortrag bezieht sich der Musikwissenschaftler, -pädagoge, DJ und Musiker Peter Incze auf seine Magisterarbeit mit dem Titel „Der Plattenladen als sozialer Raum der House- und Technoszene.“ (2009)

Volume 2

Vortrag Freitag, 22. März 2013
Galerie Oberwelt e.V.
Kuration: Marc Olbrich

 


Zwei Beiträge zur Plattenkultur

Set für Un / Release...

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Ignaz Schick: „Über Rotierende Oberflächen & andere Dekonstruktionsversuche der schwarzen Scheibe“,Performance +Talk (Rotation / Plattenspieler, diverse Objekte, Stimme)

Oliver Prechtl, Komposition – Anja Füsti, Performance
„Un / Release – mit gestrichenem Solo“

Ignaz Schick „Über Rotierende Oberflächen & andere Dekonstruktionsversuche der schwarzen Scheibe“
Performance +Talk (Rotation / Plattenspieler, diverse Objekte, Stimme)
Der Berliner Klangkünstler & Komponist Ignaz Schick wird in einer Kombination aus Performance und Lecture mit nur einem Plattenspieler diverse mehr oder weniger vergängliche Materialien (Papier, Schokolade, Vinyl, Stein, Aluminium, Wachs) auf Rutsch und Bröselfestigkeit testen. Alle Klänge werden (bis auf die Vinylmomente) auf rein mechanische Weise akustisch erzeugt und – mit einem Mikrofon abgenommen – leicht verstärkt.
Der international renommierte Künstler hat jahrelang mit seinem selbsterfundenen Turntablesetup „Rotating Surfaces“ in den unterschiedlichsten musikalischen und stilistischen Kontexten zwischen Neuer Musik, Noise, Elektronika, Klangkunst und zeitgenössischem Free Jazz performt. Er ist einer der herausragenden Vertreter der Berliner Experimentalmusikszene. Seit August 2012 arbeitet er an einem neuen akustischen Setup, widmet sich hauptsächlich der zeitgenössischen Komposition, Kalligraphie und Notation und ist derzeit mit dem „Nomadischen Jahr“, einem mittlerweile imaginären Reiseprojekt, das Anfang Juni 2012 mit einem Klangfahrrad begann und seit Ende August (nach dem Diebstahl der Kompletten Ausrüstung) von Schick zu Fuß (nach alter Hobositte) fortgeführt wird.

Für die Performance in der Galerie Oberwelt wird sich Ignaz Schick hauptsächlich auf bio-organischen Rotationen und Klangfundobjekte konzentrieren.

Oliver Prechtl, Komposition – Anja Füsti, Performance
„Un / Release – mit gestrichenem Solo“

Wer kennt sie nicht? CD-Hüllen aus Plastik, auch „jewel cases“ genannt, befinden sich in so ziemlich jeder Tonträgersammlung. Doch im Unterschied zu Tonbändern und Schallplatten aus Vinyl, welche als Klangerzeuger inzwischen künstlerisch erschlossen sind, fristen die so genannten „Schatzkästchen“ ein eher abgeschiedenes Dasein als notwendiges Übel im CD-Regal des Tonkünstlers.
In der Performance „Un / Release“ erforscht der Stuttgarter Komponist und Musiker Oliver Prechtl seit 2010 die klanglichen Eigenschaften der CD-Hülle.
Die Partitur des hierfür komponierten Stücks „Gestrichenes Solo“ ist unter
www.oliverprechtl.de/gestrichenes_Solo.pdf zugänglich.

Volume 3

Montag, 22. April 2014
Galerie Oberwelt e.V.
Kuration: Eckhart Holzboog

 


Wunderkammer Vinyl

Wunderkammer Vinyl Plattenboden

Wunderkammer Vinyl

Wunderkammer Vinyl

Wunderkammer Vinyl

Wunderkammer Vinyl Vortrag Plattenspielertechnik

Wunderkammer Vinyl Vinyl Mastering

Wunderkammer Vinyl Martin Gut

Gruppenausstellung & Performance & Konzertreihe

Vinyl, schwarz (meistens), rund und flach, mit Loch und zwei (langen) Rillen: die Schallplatte

Von vielen längst totgesagt und fast vergessen, allenfalls gut für Jugenderinnerungen, für andere immer noch DER heiß geliebte analoge Tonträger. Ob unter dem Aspekt der Nostalgie und/oder der nach wie vor lebendigen Vinylkultur, die Oberwelt-Reihe „vol.x“ befasst sich einmal mehr mit dem Thema „Schallplatte“.

Und widmet sich dem „schwarzen Gold“ mit der Gestaltung einer von Künstlern & Nichtkünstlern, Kreativen, Begeisterten, Sammlern, Musikern – ausgestatteten „Wunderkammer“. Erlaubt ist was gefällt – einzige Bedingung ist der Bezug zur Schallplatte. Musik-, Tanz-, Akustikveranstaltungen mit Platten, Performances mit Plattenspielern, Plattendeformation, Aufnahme- und Produktionstechnik, künstlerische Beiträge zu/über DJ-Culture, Kulturkritik, Cover-Gestaltung, Plattenläden, Konzepte, Vorträge, Platten-Kunst, Plattenspieler (-technik), Darstellung/Präsentation von Haltungen von Hörern, Käufern & Sammlern, Analog vs. Digital – alles geht!

Folgende Gäste und Oberweltmitglieder ließen sich in die „Wunderkammer Vinyl“ laden:

U!!li Berg, Julia Brodauf, Jörg Buchmann, Morbus Friz, Monica Germann & Daniel Lorenzi, Klaus H. Grabowski, Hannes Grassegger, Martin Gut, Markus Hallstein, Julius Jonasch, Aynur Karadag, Barbara Karsch, Chris Mennel, Ralv Milberg, Johnny Montezuma, Wolfgang Neumann, Marc Olbrich, Bagus Pandega, Micha Piltz, Corvo Records, Sebastian Rogler, Christian Schädle, Uwe Schäfer, Carlo Schiuma, Norbert Schliewe, Michl Schmidt, Oksana Stogova, Thomas Ulm, Jim Zimmermann, Gabrielle Zimmermann, Danielle Zimmermann

Programm zur Eröffnung am Freitag, 7. Februar 2014, 19.00 Uhr

Vortrag „Das Prävinylium – Klänge von Schellack“, Klaus H. Grabowski
Performance, Uwe Schäfer und Sebastin Rogler
Blaster-Blaster SoundSystem presents Raff Selecta Performance, Michl Schmidt

Freitag, 7. März, 19.00 Uhr
Norbert Schliewe & Julius J. Jonasch
„Saitenradperformance“
The enlightment of the sound rotation

Programm zur Langen Nacht der Museen
am Samstag, 15. März 2014, 19 bis 02 Uhr
Performance mit Überkratzmaschine, Martin Gut
Perfomance, Platten und Plattenspieler, Morbus Friz
Performance mit Plattenspielern, Gitarre und Stimme, Uwe Schäfer und Sebastin Rogler
interaktive Installation & Auktion, Michael Strähle

Freitag, 21.März 2014, 19.00 Uhr
Vortrag Vinylmastering, Ralv Milberg
Vortrag Plattenspielertechnik, Micha Piltz und Christian Schädle

Volume 4

Ausstellung bis 28. März
Galerie Oberwelt e.V.
Kuration: Marc Olbrich & Vinylisten

 


Ritornell

Oliver Prechtl
Schallplattenproduktion 2015

Ritornell Plattencover

Es gibt Platten, die einen Startpunkt markieren. Das sind oft Studio-Produktionen, in denen ein musikalisches Programm in der doch eher hermetischen Welt eines Studios aufgenommen, weiterbearbeitet und klanglich perfektioniert wird. Dann gibt es Platten, die einen Live-Mitschnitt dokumentieren. In solchen Fällen können manchmal herausragende Dokumente entstehen, in denen das Zusammenspiel von gelungener Performance, der Aufmerksamkeit des Publikums sowie einer angemessenen Mikrophonierung einen besonderen Moment eines Live-Programms abbilden. Oftmals begleitet die Produktion eines Tonträgers auch einfach das laufende Projekt und stellt lediglich eine Dokumentation desselben dar.
Die Produktion der Schallplatte mit dem Titel ‚Ritornell‘ von Oliver Prechtl hingegen gibt einen ersten Blick frei auf ein Panoptikum von Versuchsanordnungen, mögliche Annäherungspunkte von Aspekten der traditionellen Aufführungspraxis und modernen Live-Konzepten aufzuspüren. Es ist eine Kompilation von Aufnahmen aus den letzten zehn Jahren, die in kammermusikalischer Zusammenarbeit mit Instrumentalisten sowie im kontextuellen Dialog von Musik und Theater entstanden sind. Die Auswahl der Aufnahmen reflektiert die Bezugnahme auf bereits existierendes musikalisches Material, welches mal mehr, mal weniger erkennbar durch die jeweilige Bearbeitung durchscheint. (Oliver Prechtl)

klangprofile.de
Diskografie Oliver Prechtl
Bestellung:

Volume 5

Live-Vorschau mit Live-Set und DJ-Set
10. Juli 2015, 19.00 Uhr
Galerie Oberwelt e.V.
Kuration: Peter Haury & Marc Olbrich

 


Vol. 6

Volume 6

t. b. a.

 


Presse

Stuttgarter Zeitung 28. Februar 2014

Stuttgarter Zeitung Online 30. März 2014
Stuttgarter Zeitung Online 30. März 2014 Text
Stuttgarter Zeitung Online Text